Waldbaden? Dieses Bäume umarmen? Das ist doch voll albern!

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Danni mit Baum

Du gehst regelmäßig in den Wald. Schließlich weißt Du, wie gut Dir so ein Spaziergang tut. Aber weißt Du auch, warum das so ist? Und dass Waldbaden einiges mehr ist als Bäume zu umarmen?

Woher kommt der Glaubenssatz “Waldbaden? Sowas albernes!”?

Ich werde so oft schief angeschaut, wenn ich erkläre, dass ich Waldbaden gehe. Und auch noch anderen Menschen zeige, wie das geht. Wie albern ist das denn? Schwimmt man da im Wald? Bäume umarmen ist doch voll albern. Lass uns schnell weiter gehen, wir wollen heute noch nach Hause! Und kehren wir gleich noch irgendwo ein?

Und dann sind das auch die gleichen Menschen, die in anderen Situationen erwähnen, dass ich ganz schön ruhig und ausgeglichen bin. Und auch mein Hund sei so ruhig und in sich ruhend. Tja.

In alten Filmen, die auf dem Land spielen, sieht man manchmal junge Herren in einer Wiese liegen oder in einem Heuhaufen, kauend auf einem Halm und einfach nur „in die Gegend schauend“. Sowas idyllisches! – sage ich. Zeitverschwendung! – sagen die anderen.

Liegt das an unserer Leistungsgesellschaft? Ist es peinlich, wenn man einfach mal nichts tut und genießt? Öffentlich! Man könnte ja gesehen werden. Oder ist das Schamgefühl so groß, einen Baum zu umarmen? Wen stört das? Den Baum? Oder nicht nur einen selbst? Ist es die Angst vor Müßiggang? Daran, seine Zeit zu verschwenden? Oder ist es Dir unangenehm?

Warum nicht mal was neues ausprobieren?

Warum ist dieser Glaubenssatz so hinderlich?

Wir stehen uns gerne mal selbst im Weg. Die Angst, unsere Komfortzone zu verlassen, ist selbst bei Kleinigkeiten manchmal so hoch, dass man jemand anderen als Spinner oder weltfremd bezeichnet.

Vor Dingen, die wir nicht kennen, haben wir zunächst einmal Angst. Das ist evolutionsbedingt auch richtig so. Schließlich könnte etwas Unbekanntes uns Schmerzen zufügen!
Doch keine Bange: so schlimm wird es beim tiefen Eintauchen in die Waldatmosphäre schon nicht werden.

Nicht nur der Glaubenssatz, Waldbaden ist albern, ist hinderlich für uns. Da gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Glaubenssätze. Vermutlich ist das alberne Waldbaden dabei noch einer der harmlosesten.

Die Wahrheit über Waldbaden!

Den Wald mit allen Sinnen genießen wirkt sich direkt auf unser Immunsystem aus.

Riechen: Terpenoide, die Duftstoffe der Bäume, helfen uns mehr Killerzellen gegen Krebs zu bilden. Hierzu gibt es bereits mehrere wissenschaftliche Studien.

Sehen: Die Farben im Wald sind besonders sanft zu unseren Augen. Die Braun- und vor allem Grüntöne beruhigen uns.

Hören: Ganz anders als die typischen Stadtgeräusche klingt der Wald. Ist dir schonmal aufgefallen, dass der Zivilisationslärm verschwindet und andere Geräusche in den Vordergrund kommen?

Fühlen: Achtsam im hier und jetzt. Wie fühlt sich eigentlich Moos an? Und ist der Baum warm oder kalt? Bewusst achten auf die kleinen Dinge und bei einer Sache bleiben. Eine kleine Konzentrationsübung.

Schmecken: Der Wald ist lecker und gesund. Gerade jetzt im Frühjahr kann man durchaus frische Buchen- und Eichenblätter probieren.

Natürlich bekommt man auch bei einem normalen Spaziergang jede Menge der Heilkraft des Waldes mit. Man kann dies durch ein achtsames Waldbad mit einigen Übungen noch intensivieren.

Du willst die Natur zur Heilung nutzen? So fängst du an!

Geh in den Wald! Atme bewusst ein und aus. Bleib doch mal stehen und lausche den Naturklängen. Kannst du genau ausmachen, aus welcher Richtung welches Geräusch kommt?

 

Scheue Dich nicht und komm mit!

Ich freue mich total, wenn Du mich in den Wald begleitest und offen dafür bist, den Wald auf Dich wirken zu lassen.

Vielleicht traust Du Dich und machst mal etwas total albernes!

Anfangen könntest Du hier mit einem Kommentar – vielen Dank.

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